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  • AutorenbildDaniel Ewen

Am Anfang war - nix!

Am Anfang war  -  nix!

Ein wenig enttäuschend war es schon. Die Stelle, an der der Fluss entspringt,  an dessen Ufer in der Balker Aue die Fit-und-Funner allwöchentlich Ströme von Schweiß vergießen, kommt doch sehr unspektakulär daher.

Es begann  sehr verheißungsvoll. Die Folgen eines Orkans zwangen uns gleich zu Beginn, unser gesamtes sportliches Potential in die Waagschale zu werfen. Mächtige Baumstämme mussten überwunden werden.

Nach rund 1  1/2 stündigem Fußmarsch durch teilweise sehr raues Gelände - bei dem man sich des Eindrucks nicht erwehren konnte, der mitwandernde Planer habe vorübergehend etwas die Orientierung verloren - erreichte die Truppe gemeinsam die Stelle, von der behauptet wird, dass dort die Wupper (dort noch Wipper genannt) ihren Ursprung hat.

Glaubhaft wurde es allenfalls durch ein Schild mit dem Hinweis "Quellgebiet

der Wupper".

Ansonsten muss man wohl von bergischem Understatement sprechen.

Kaum zu glauben, dass dieses bescheidene Rinnsal im weiteren Verlauf seines Weges durch die Täler des  Bergische Landes sogar einer Großstadt ihren Namen gibt. Ohne Wupper kein Wuppertal.

Enttäuscht vom Anblick des Quellgebietes und (leicht) geschwächt von der Wanderung durch raues Gelände, erschien uns die nahegelegene Gaststätte "Zur Wupperquelle" ein Ort der Verheißung, stellte er doch Ruhe, Getränke und Nahrung in Aussicht.  Und so war es. Hier wurden wir nicht enttäuscht!

Empfangen von Frau Rösler (Oma) und Sophie Marie (Enkelin) wurden wir gleich zu einem für uns vorbereiteten Tisch geleitet.

Getränke waren schnell bestellt und die Speisekarte wartete mit beeindruckendem Variantenreichtum in der Zubereitung von Speisen aus Schweinenacken auf. Noch beeindruckender waren die Portionen, die ausgeliefert wurden. Selbst der vielerorts fast ausgestorbene "Stramme Max" kam in King-Size-Format auf den Tisch.  Auch anerkannte Esser hatten Mühe, rückstandsfrei alles zu verzehren.

Die ersten Meter nach ausgiebiger Rast verliefen etwas träge - dafür aber auf kontrollierten Wegen (vorübergehend hatten neue "Pfadfinder" die Spitze übernommen!). Aber bald fühlte sich der Urheber des Wandervergnügens genötigt, zum Verlassen des gut begehbaren Weges aufzurufen um - nach illegalem Überschreiten einer Bahnstrecke - neue Herausforderungen zu suchen. Die ließen nicht lange auf sich warten. Der anfangs noch gute Weg endete und die Fortsetzung musste über feuchten Grund und querbeet durch den Wald gesucht werden.

Erst ein in der Ferne auftauchender Holzabladeplatz verhieß leichteres Fortkommen.

Und so war es. Auf breitem Fahrweg wurden die letzten Meter zurückgelegt und plötzlich tauchte - (wie erwartet!) die Staumauer der Brucher Talsperre auf. Von nur mäßiger Höhe war die Krone schnell erreicht und entlang des von vielen Spaziergängern genutzten Uferweges erreichten wir nach  rund 6 Stunden bei strahlendem Sonnenschein unseren Startpunkt.

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